
Ein Ausflug zur DASA
(Anmerkung der Lehrerin)
DASA – was ist das denn? Das wollten wir an einem Samstag im Oktober herausfinden. Der Bund zur Förderung Sehbehinderter Landesverband NRW e.V. hatte eine Führung in der DASA in Dortmund organisiert und wir waren dabei.
Wir, das waren Carolin und Julia aus Herzogenrath, Fabian und Alexander aus Derichsweiler, Katja und Alina aus Düren und Saskia und Afie aus Heimbach. Ich war auch dabei, denn ich bin Lehrerin an der Förderschule Sehen in Aachen. Die vier sehgeschädigten Jugendlichen kenne ich aus meiner Arbeit an Regelschulen (5. bis 7. Klasse). Jeder von ihnen durfte seinen besten Freund bzw. ihre beste Freundin zum Ausflug mitnehmen.
Als ich die Jugendlichen einlud, waren sie gleich sehr interessiert. Die Sache hatte nur einen Schönheitsfehler: sie mussten an diesem Samstag sehr früh aufstehen!
Denn wir waren um 11 Uhr im Museum verabredet. Das hieß, um 8 Uhr am Bahnhof in Düren sein. Da die Wohnorte der Jugendlichen bis zu 55 km voneinander entfernt waren, hatte ich diesen als zentralen Treffpunkt gewählt, zu dem jeder gut (aber doch teilweise mit langer Anreise) gelangen konnte.
Wie die Jugendlichen den Ausflug erlebt haben, lesen Sie bitte weiter unten.
Mein Resümee: Das war eine gute Sache!
Der Tag in Dortmund war eine gute Gelegenheit, sehbehinderte Schüler miteinander in Kontakt zu bringen. Denn an ihren Schulen sind sie meist die Einzigen mit einer Seheinschränkung. Und im Museum trafen wir dann auch auf sehgeschädigte Erwachsene, die souverän mit ihrer Behinderung umgingen. (Ein gutes Vorbild für die Jugendlichen.)
Sowohl der Landesverband als auch der Ortsverband Aachen unterstützten diese Aktion, damit jeder der Jugendlichen an diesem Ausflug teilnehmen konnte. Danke dafür!
Danke auch für die Organisation des Tages, denn die herausragende Führung von Frau Weischer und das Mittagessen in der DASA wurde vom Landesverband geplant. Ich musste mich dann nur noch um den Rest kümmern. Wunderbare „Synergieeffekte“!
Und für mich gilt: beim nächsten Mal sind wir wieder dabei – und vielleicht noch einige mehr!
Teilnehmerin: Barbara Averwald
Mein Tag begann um 5 Uhr morgens. Ich, meine Schwester Vanessa und meine Mutter sind um viertel nach 6 aus dem Haus, um die Bahn von Heimbach nach Düren zu bekommen. Dort haben wir auf die anderen gewartet. Im letzten Moment traf auch noch meine Freundin Afie ein, da war ich echt froh.
Wir sind dann 2 Stunden mit dem Zug nach Dortmund gefahren. In den 2 Stunden haben wir alle viel Spaß gehabt. Als wir dann am Dortmunder Bahnhof ankamen, hatten einige von uns Hunger und wir sind zu McDonalds gegangen. Anschließend sind wir (9 Personen) losgezogen zur DASA. Meine Familie ist währenddessen in Dortmund shoppen gegangen .Als wir an der DASA angekommen sind, bekamen wir so Klemmen die wir als Eintrittskarten an unseren Klamotten fest machen sollten. Unsere Taschen und Jacken mussten wir einschließen.
Um 11.00 Uhr begann die Führung. Wir haben viel gesehen und auch von einer Frau viel erklärt bekommen, aber unsere Zeit reichte nicht aus, um alles zu sehen. Aber es war ziemlich interessant: Wir durften auch eine Grußkarte selbst drucken. Während wir sahen, wie die Maschinen funktionierten, trugen die Vorführer Ohrschützer wegen dem Lärm. Nach knapp anderthalb Stunden sind wir dann essen gegangen. Jeder durfte sich das aussuchen was er gerne essen wollte: Pommes, Currywurst, Salat...
Zum Schluss durften wir in kleinen Gruppen oder allein in der DASA rumlaufen. Aber die Zeit war zu kurz. Ich konnte mir leider nur eine Etage ansehen. Dann war unsere Zeit rum. Gegen 15.00 Uhr haben wir uns wieder versammelt, unsere Taschen und Jacken geholt und die DASA gemeinsam verlassen. Um 15.45 Uhr fuhr der Zug zurück nach Düren. Er war sehr voll und wir hatten auch nicht mehr ganz soviel Spaß wie bei der Hinfahrt, weil wir nicht alle zusammen sitzen konnten.
Am Dürener Bahnhof trennten wir uns, denn alle und jeder fuhr nach Hause. Das war ein schöner, aber anstrengender Tag.
Teilnehmerin: Saskia Brücker
Unser Ausflug nach Dortmund zur DASA war sehr interessant.
Wir sind Morgens mit dem Zug hin gefahren. Mit der U-Bahn ging es dann weiter.
Am besten im Museum hat mir die Führung gefallen. Es wurde alles toll erklärt: die Dampfmaschine, die Weberei und die Druckerei. Einige Projekte konnte man auch selbst ausprobieren. Spannend war es selber eine Karte im Hochdruck zu drucken, da mein Vater den Beruf des Druckers selbst ausübt.
Für mich und meinen Freund war es ein schöner und langer Tag.
Teilnehmer: Fabian Budweg